So, eigentlich bin ich, also der Lukas, physisch gerade nach Hong Kong unterwegs, um dort als eine Art ‚Science Hero‘ Schrödingers Katze zu suchen oder so… Und ich exaltiere bereits vorfreudig auf die zahlreichen Posts, die es sicherlich nachzulesen gilt, wenn wir in zwei Wochen wieder zurückkommen. Damit hier aber trotzdem wirkungsmächtiger Radau von Lukas Wilde die Vorweihnachtszeit erhellt, startet hiermit ein automatisierter Adventskalender, der bis Weihnachten jeden Tag um 6am eine Folge „Tamakun Ichiban“ veröffentlichen wird – eine Kurzgeschichte über ein ganz besonderes Kastenwesen, die viele bereits auf der POSTKasten-Eröffnung mitbekommen haben, aber da waren wir ja erstens alle soooooo betrunken, und zweitens gab es insgesamt ca.5 Leute, die an dem Abend nicht da waren! Also: Viel Freude mit meinem literarischen Adventskalender, verpackt in mundgerechten Textpäckchen an Epicness!
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Es ist 1996.
Das Space Shuttle Columbia startet zur Mission STS-80, der bislang längste Flug in der Shuttle-Geschichte. Das Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier der Welt, wird geboren. Mit Deep Blue bezwingt ein Schachcomputer den menschlichen Weltmeister Garry Kasparow, in einer Partie unter Turnierbedingungen.
Am 17. März wird die junge Japanerin Aki Maita ihrer Entwicklungsabteilung ein Research-Projekt vorstellen, das noch im gleichen Jahr industriell gefertigt in Serie gehen soll. Bandai vermarktet es als revolutionäre virtuelle Lebensform, die in einem Plastikgehäuse der Maße 5,5 x 4,0cm eine autarke, simulatorische Existenz in 512 Pixeln führt. Obgleich über diachrone Risikokalkulationen und synchrone Wachstumskontingenzen allenfalls wenig belastbare Schätzungen vorliegen, bringt Bandai die Technologie ohne nennenswerte Tests auf den Markt.Unter den Käufern werden sich auch Kinder befinden.
Der Name des Projekts ist Tamagotchi.
Fortsetzung morgen....
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