Fundstück des Tages

Habe ich gerade beim Mails löschen gefunden, hatte ich an mich selbst geschickt und dann vergessen.

Ein Mann kommt in eine fremde Stadt
Sie ist leer von ihm, er ist voll von sich
Er geht über sie, unter sie, gleitet an ihr ab
Wie Öl an Wasser
Nie geht er in sie hinein

Er ist in sich und um die Stadt herum
Ein ständiger Tourist, sieht stets das Bekannte im Fremden
Erkennt sich selbst in den Fassaden,
Die Stadt spiegelt:
Ihn vor den Spiegelfassaden, ins Unendliche

Nur mit sich selbst zu sprechen
Führt nicht aus sich selbst hinaus,
Spiegelmensch
In ihm begegnet sich bald die Begegnung der Begegnung der Spiegel
Und am Ende wartet in der Unendlichkeit der Brechungen wieder nur Er selbst.

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